Suboptimal

Ja, suboptimal, so kann man das Telefonat bezeichnen.
Meine Therapeutin hatte ja in der Konferenz gesagt, dass ich eventuell anrufen könnte…mit Option der stationären Aufnahme.
Blöd nur, dass die diensthabende Ärztin heute erst wieder den ersten Arbeitstag hatte und deshalb nicht informiert war. Mich dann auch noch fragte, ob ich stationär kommen wolle…auf mein Nein hin aber antwortete, dass das gut sei, sie hätte nämlich kein Bett mehr frei. Soviel zu der Option…
Und als ich vom Verletzungsdruck sprach, fiel gleich der Begriff Borderline…

Was soll ich sagen? Wenigstens hat sie mir ein bisschen aus dem Gedankenkreisel geholfen. Aber wirklich hilfreich war das Telefonat nicht.

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Anrufen?

Nu hab ich offiziell die Möglichkeit, die/den Diensthabende/n anzurufen und ich zieh mich wie Gummi.
Telefon in die Hand nehmen. Telefon weg legen. Telefon in die Hand nehmen, ne Zeit lang anstarren, weg legen. Telefon nehmen, die ersten Ziffern eintippen. Ziffern wieder löschen, Telefon weg legen. Und so weiter.
Das geht mittlerweile eine Stunde so.

Was genau mich abhält? Gute Frage.
Ok, zum einen denke ich, dass Ambulanzärztin Dienst haben könnte…mit der mag ich momentan nicht wirklich reden. (Dazu schreib ich noch extra was.)
Dann der Gedanke, dass es mir ja nicht soooo schlecht geht, schließlich sind andere stationär dort, denen geht’s sicher schlechter. Ja, normalerweise vergleiche ich nicht, aber sag das mal einer meinem Bauchgefühl.
Oder ich hab plötzlich den Rettungsdienst vor der Tür stehen, weil ich vielleicht einen suizidalen Eindruck hinterlasse. Ich bin es nicht, also, suizidal. Aber kann ich das glaubhaft vermitteln?

Was denn nun? Anrufen oder nicht?

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Nemexin 2

Am Nachmittag hatte ich den Termin mit der Ambulanzärztin. Leider hat sie mir das Medikament nicht verschrieben. Warum, das hab ich gar nicht mehr gefragt…bei ihrem Nein hatte ich innerlich abgehakt…und abgeblockt, denn ich hab nicht mal mehr nach Bedarfsmedikation gefragt.
Zumindest sind wir so verblieben, dass ich mit der Zoloft-Dosis wieder rauf gehe und mal schauen, ob das was hilft.

Im Anschluss hatte ich etwas Wartezeit bis zum Termin mit meiner Therapeutin zu überbrücken…genug Zeit, um im Gedankenkarussell zu versinken…
Als ich dann endlich zu ihr konnte, war ich ziemlich aufgelöst und den Tränen nahe. Das Gespräch ging lange, sehr lange und wir sprachen viel über Pro/Contra Verletzung und die Alternativen. Auch die Option, jederzeit stationär aufgenommen zu werden, wenn ich gar nicht mehr klar komme.
Für mein Feierabend- und Wochenend-Dilemma haben wir aber eine Lösung gefunden. Sie wird morgen in der täglichen Mitarbeiterkonferenz ansprechen, dass und warum es mir momentan schlecht geht und es möglich wäre, dass ich außerhalb der normalen Ambulanzzeiten anrufe. So weiß dann der jeweilige Arzt vom Dienst ansatzweise, wer ich bin und warum ich anrufe. Und ja, das erleichtert mir die Aussicht auf das kommende Wochenende ein wenig.
Mit meiner Therapeutin hab ich einen neuen Termin in einer Woche abgemacht und ich kann weiterhin täglich bei ihr anrufen.
Damit kann ich mich erstmal über Wasser halten.

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Einfach nett

Heute fing der Tag mal ganz anders an als sonst.
Zuerst wurde ich vom Wecker geweckt…den die Katze netterweise vom Nachtisch auf mich drauf geschubst hat. Ist auch ne Variante ;-)

Aufgestanden, fertig gemacht, ab zum Bus. Stand wie immer an der Haltestelle zusammen mit dem jungen Herrn. Wir wunderten uns gerade, warum der Verkehr stadteinwärts so langsam kroch, als plötzlich ein Auto vor uns hielt.
Eine Dame fuhr ihr Fenster runter, erzählte, dass die Busfahrer streiken und fragte, ob wir mitfahren wollen. Einfach so, wir kannten die gar nicht. Mich ließ sie an meiner üblichen Haltestelle raus und der andere fuhr mit ihr weiter in die Stadt.
Gibt doch echt noch Menschen, die einfach nur nett sind :)

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Nemexin

Hab gestern mit meiner Therapeutin telefoniert. Sie fand mein verpenntes Wochenende auch nicht ideal, aber immer noch besser, als irgendwelchen Mist zu machen. Und wir werden morgen Alternativen besprechen.
Außerdem wollte sie nach dem Telefonat gestern gleich noch mit der Ambulanzärztin klären, wie mir eventuell medikamentös über die Krise geholfen werden kann.
Ich hatte da vor Jahren mal Nemexin. Eigentlich zur Opiatentwöhnung zugelassen, aber im Off-Label-Use eben gegen Schneidedruck und Flashbacks. Mir hat das damals super geholfen und ich hab es gut vertragen. Wäre vielleicht wieder eine Option.

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Keine gute Lösung

Hab viel geschlafen, dazwischen viel geweint und nachgedacht.

Am Mittwoch hab ich Termin bei meiner Therapeutin. Ich muss mit ihr dringend besprechen, an wen ich mich nach Feierabend und am Wochenende wenden kann/soll/darf. Mich jedes Mal wegbeamen ist sicher keine gute Lösung.

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Bedarfsmedis light

Da ich wenigstens einigermaßen schlafen wollte, bin ich gestern abend nochmal zur Arbeit gefahren und hab mir ne Packung rezeptfreie Schlaftabletten geholt. Bedarfsmedis light sozusagen.
Kurz war der Gedanke da, stattdessen Tavor oder Zopiclon mitzunehmen, aber den hab ich lieber wieder verworfen.

Hab mir dann daheim gleich mal zwei von den anderen Tabletten eingeworfen und – mit Unterbrechungen – zumindest 6 Stunden geschlafen.

Ich überlege, ob ich vielleicht einfach das ganze Wochenende verschlafen soll…

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Verzweifelt

Ich war so stolz darauf, den Kontakt zur Klinik minimiert zu haben.
Regelmäßige Termine mit der Therapeutin (mit inzwischen größeren Abständen), ab und zu Telefonate mit dem Ergotherapeut und Quartalstermine mit der Ambulanzärztin wg. der Medikation (die in den letzten Monaten halbiert wurde).
Der letzte stationäre Aufenthalt…keine Ahnung mehr, wann das war.

Jetzt, in der momentanen Krise “bereue” ich das. Der Druck ist eigentlich nicht mehr auszuhalten. Doch es ist Freitag abend, von meinen Behandlern niemand mehr zu erreichen.

Und nun?

Zur ehemaligen Station habe ich den Bezug verloren. Von den Ärzten kenne ich außer der Ambulanzärztin keinen mehr.
Bedarfsmedikation war ewig nicht mehr nötig, deshalb hab ich nichts da.

Ich bin ehrlich verzweifelt.

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Heute

Also, zusammenfassend lief es gestern wirklich gut.

An der Anspannung hat sich allerdings nichts geändert. Kein Stück, sie ist eher noch stärker geworden.
Zwischenzeitlich hatte ich sogar schon mein komplettes Equipment zurecht gelegt…Messer, Verbandszeug und so. Ich hab es wieder weggepackt. Der Wille, es zu lassen, ist noch stärker.
Ich hoffe einfach darauf, dass die Spannung die nächsten Tage abnimmt.

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Gestern 2

Gestern Nachmittag bin ich dann zur Arbeit gefahren. Extra früher, um den Rest der Pause zu nutzen, um mit meiner Chefin zu reden.
Ja, ich hab es getan und es war gar nicht schlimm.
Scheinbar hab ich wohl wirklich gut funktioniert. Ihr ist nämlich nur aufgefallen, dass ich momentan etwas zerstreut wirke.
Nun, und da ich eh gerade dabei war, hab ich mit ihr auch über die Narben gesprochen. Sie stört sich nicht dran, ich muss nix verstecken und die Kundschaft geht’s mal einfach nix an.

Uff, geschafft.

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